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So langsam geht es in den Endspurt, was den theologischen Teil der Ausbildung angeht: Im Mai steht die letzte Klausur an, dann kommt nur noch ein Schwung mündlrdert ein diakonisches Projekt durchzuführen. Ganz nach Mt 25,35-36: „Denn ich war hungrig undicher Prüfungen. Die Abschlussarbeit ist dann nochmal eine größere Sache, aber auch hier finden wir so langsam unsere Themen und können bald mit dem Schreiben beginnen.

 

Ende September kommt dann –wie schon berichtet- die Admissio.

 

Und nun tut sich noch ganz konkret etwas. Im Rahmen unserer Ausbildung sind wir aufgefo ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und

 

obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen“ sollen wir aktiv werden und uns einen Schwerpunkt suchen.. Lange habe ich überlegt, was ich denn machen könnte ohne jemandem etwas wegzunehmen oder zu jemand anderen in Konkurrenz zu treten. (Die evanglische Gemeinde macht ja auch einiges.) In unserer Pfarre habe ich einige Menschen gefragt und nach Ideen gesucht. Letztendlich wurde ich durch eine gute Freundin entsprechenden Verantwortlichen vom LVR in Kontakt gebracht. Der LVR betreibt das Heilpädagogische Zentrum auf Gut Hommelsheim. Dort leben 24 Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen, die seelsorgerisch noch nicht betreut werden. Der Tod eines Bewohners war der Anlass, dass diese Lücke offensichtlich wurde: Mit dem Tod erlosch der Auftrag des LVR und auch der Auftrag des gesetzlichen Betreuers. Eine Abschiednahme für Mitarbeiter und Mitbewohner war nicht möglich. In dieser Lücke möchte ich tätig werden.

Nachdem ich in mehreren Gesprächen die Verantwortlichen kennen gelernt habe, gehe ich nun regelmäßig für einige Stunden um Bewohner und Mitarbeiter kennen zu lernen. Bevor wir an Seelsorge und anderes denken können, muss und will ich Beziehung zu den Menschen aufbauen. Vielleicht ergeben sich ja ganz andere Bedürfnisse, als wir bisher absehen können.

Die bisherigen Eindrücke sind spannend und ich habe den Eindruck es eröffnet sich mir eine fremde Welt. Erstaunt nehme ich zur Kenntnis, wie viele Phänomene wir unter dem Begriff „Behinderung“ zusammenfassen.

Ich bin sehr dankbar, für die Chance, die mir die Mitarbeiter des LVR geben und die Offenheit, mit der Sie mir gegenüber treten.

Einladen darf ich Sie heute schon für den 7. Juli 2018. Dann findet dort ein Sommerfest statt, an dem Sie die Einrichtung kennen lernen können. ( Ich selber bin leider wegen Studienterminen verhindert.) Mir wurde versichert, dass auf Gut Hommelsheim auch auf gute Nachbarschaft wert gelegt wird. Schauen Sie doch einfach mal vorbei. Sicherlich würden sich Mitarbeiter und Bewohner freuen, sofern sich Freiwillige zur Unterstützung (Aufbau/Abbau u.ä) melden. Übrigens ist ganzjährig ehrenamtliche Mithilfe auch im kleinsten Rahmen möglich.